Die Rolle der Lehrkraft

Jeder Lehrperson im Lavantinum kommt eine große Bedeutung zu. Nur wenn Lehrerinnen und Lehrer selbst begeistert sind, Erfahrungen und Faktenwissen interessant darstellen können, springt der Begeisterungsfunke auf die Schülerinnnen und Schüler über. Kurz gesagt, gelten sowohl für LehrerInnen als auch für SchülerInnen die gleichen Voraussetzungen, wenn es darum geht, Erkenntnisse aus der Neurobiologie umzusetzen, vom Reden ins Tun zu kommen, Versprechen einzuhalten, beziehungsorientiert und begeistert zu sein. Nur dann entsteht ein Klima des Vertrauens und der Geborgenheit, wo alle mitmachen, zusammenhalten und auch Krisen und Konflikte gut überstehen. Lehrpersonen im Lavantinum werden zu Beteiligten einer Gelingenskultur, die Schule macht! Dies gilt auch für die Direktion, die Verwaltungsassistenz, den Schulerhalter, die Eigentümer und Hausmeister mit Reinigungskräften. Zusammengefasst sind alle gemeint, die im Lavantinum mitwirken, natürlich auch die Eltern, denen bei diesem Konzept ebenso eine tragende Rolle zukommt. Es ist gut zu erkennen, dass sich der Erfolg des Lavantinum mit den handelnden Personen und deren Einstellungen einstellt.

Schulformen im Lavantinum

Die Volksschule hat im Lavantinum –  wie alle anderen österreichischen Schulen, denen gültige Lehrpläne zugrunde liegen – im Sinne des § 2 des Schulorganisationsgesetztes die Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach sittlichen, religiösen und sozialen Werten sowie nach den Werten des Wahren, Guten und Schönen durch einen ihrer Entwicklungsstufe und ihrem Bildungsweg entsprechenden Unterricht mitzuwirken. Die Volksschule hat die Jugend mit dem für das Leben und den künftigen Beruf erforderlichen Wissen und die Anwendung der elementaren Kulturtechniken auszustatten und zum selbstorganisierten Handeln zu erziehen.

Zusätzlich wird im Lavantinum der Unterrichtsalltag mit edlen Fächern und einzigartigen Lebensateliers altersübergreifend und fächerübergreifend bereichert und ergänzt. Die Grundhaltung unseres Teams den 6-10 jährigen Kindern gegenüber „So wie ich bin, bin ich voll in Ordnung“ spiegelt sich in der täglichen Unterrichtspraxis wieder. Die natürliche Lernfreude erhalten, Wurzeln festigen und Potenziale entfalten sind in diesem Bereich die Säulen guten Unterrichts. Wer glaubt, beim Lernen gehe es nur um Fakten, darf seine Blickrichtung verändern. Beziehungsfähigkeit und Begeisterung für Inhalte sind genau diese Funken, die das Feuer für gelingendes Lernen entfachen. Deshalb gibt es im Lavantinum auch Unterricht in Blöcken, da gehirngerechtes Lernen darauf abzielt, länger und intensiver bei einer Thematik zu bleiben. Gelernt wird immer dann, wenn  emotionale Zentren im Gehirn aktiviert werden. Dem wird das Lavantinum durch Ermutigung, Verknüpfung mit sinnvoller Lebenspraxis und wertschätzender Beziehung gerecht. Lernen darf Freude machen!

Bewegte Klasse – Bewegtes Lernen

„Bewegtes Lernen“ ist eine ergänzende Form zum traditionellen Lernen. In den Unterrichtsfächern bewegen sich die Kinder vielfältig und lösen dabei ihre Lernaufgaben. Das Kind lernt über Körper- und Bewegungserfahrung, Lerninhalte zu verstehen. Der Unterricht ist so gestaltet, dass die SchülerInnen die Lerninhalte durch Erleben, Denken und Handeln erfahren und Zusammenhänge besser erkennen können. Beim „Bewegten Lernen“ werden die Lernleistungen durch erhöhte Merk- und Konzentrationsfähigkeit verbessert, was auch wissenschaftlich belegt wird!

Schwerpunkte des „Bewegten Lernens“:

  • Lernen mit Bewegung und Lernen durch Bewegung
  • Lernen über alle Sinne mit Lust und Freude
  • Lernen mit dem ganzen Körper
  • Lernsituation durch ganzheitliches Handeln erfahren
  • Lerninhalte sinnbezogen und körpernah erleben

Mehrstufenklasse – Familienklasse

In einem Klassenverband werden SchülerInnen mehrerer Schulstufen unterrichtet.
Schwerpunkte in der mehrstufig geführten Klasse:

  • Selbstbestimmtes Lernen steht im Mittelpunkt.
  • Durch die Individualisierung wird eigenständiges Lernen gefordert und gefördert. Das Kind lernt selbstständig Entscheidungen zu treffen.
  • Die Arbeit im Team erleichtert die Individualisierung.
  • Handelndes und praktisches Lernen stehen im Vordergrund! In einer MSK lernen Kinder durch den aktiven Umgang mit konkreten Materialien, die alle Sinne ansprechen.
  • Dadurch kann der Forderung nach Ganzheitlichkeit entsprochen werden.
  • Reformpädagogische Ansätze fließen in den Unterrichtsalltag ein!
  • Im altersheterogenen Klassenverband kann dem individuellen Lerntempo der Kinder besser entsprochen werden.

Handelnder Unterricht und selbstbestimmtes Lernen zeigen, dass das Lernen nicht nur aus Stillsitzen, Zuhören und Melden besteht, sondern viel mehr aus

Ausprobieren, Zeigen, Mitmachen und Besprechen.

„Hilf mir es selbst zu tun!“

Der Bildungs- und Erziehungsprozess erfolgt in der Mittelschule des Lavantinum – wie in allen anderen österreichischen Schulen, denen gültige Lehrpläne zugrunde liegen – vor dem Hintergrund rascher gesellschaftlicher Veränderungen insbesondere in den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Technik, Umwelt und Recht. Der partizipative Prozess in einem gemeinsamen Europa, in einer global vernetzten Gesellschaft und Herausforderungen im Bereich digitaler Technologien und Lebenskompetenz. In diesem Zusammenhang kommt der Auseinandersetzung mit der regionalen, österreichischen und europäischen Identität unter dem Aspekt der Weltoffenheit besondere Bedeutung zu. Gegenseitige Achtung, Respekt und Anerkennung sind wichtige Erziehungsziele.  Die Entfaltung eines starken Demokratiebewusstseins mit eigener Meinung haben, andere Meinungen respektieren und zu seiner Meinung zu stehen erfordert kritische Urteilsbildung und Übernahme sozialer Verantwortung. Zur Entwicklung dieser Fähigkeiten sind in hohem Maße Selbstwirksamkeit sowie selbstbestimmtes und selbst organisiertes Lernen und gewissenhaftes Handeln zu fördern.

Bildung ist mehr als die Summe des Wissens in den einzelnen Gegenständen. Aus diesem Grund reagiert das Lavantinum mit einer Ergänzung und Bereicherung der bestehenden Mittelschul-Lehrpläne mit edlen Fächern und Lebensateliers. Fächerübergreifend und altersübergreifend. Gut gerüstet für die Pubertät und motiviert durch die richtigen Einstellungen lernen alle SchülerInnen durch eine lebenspraktische Kooperation mit Lavanttaler Betrieben verschiedenste Berufe kennen und entdecken im Idealfall bereits im Alter von 10 bis 14 Jahren Interessen und Stärken für einen Berufszweig. Wer glaubt, beim Lernen gehe es nur um Fakten, darf seine Blickrichtung verändern. Beziehungsfähigkeit und Begeisterung für Inhalte sind genau diese Funken, die das Feuer für gelingendes Lernen entfachen. Deshalb gibt es im Lavantinum auch Unterricht in Blöcken, da gehirngerechtes Lernen darauf abzielt, länger und intensiver bei einer Thematik zu bleiben. Dem wird das Lavantinum durch Ermutigung, Verknüpfung mit sinnvoller Lebenspraxis und wertschätzender Beziehung gerecht. Lernen darf Freude machen!

Das 9. Schuljahr, dem auch im Lavantinum der Lehrplan der Polytechnischen Schule zugrunde liegt, hat die Aufgabe, die SchülerInnen und Schüler auf ihr weiteres Leben vorzubereiten und bestmöglich für den Eintritt in Lehre oder weiterführende Schulen zu qualifizieren. Das Bildungsziel aller Polytechnischen Schulen Österreichs ist auf eine Vertiefung und Erweiterung der Allgemeinbildung, eine umfassende Berufsorientierung und die Stärkung persönlicher und sozialer Fähigkeiten ausgerichtet. Unsere AbsolventInnen können Eigeninitiative entwickeln, Verantwortung übernehmen und sowohl selbstständig als auch im Team arbeiten. Der Rahmencharakter des PTS Lehrplans ermöglicht autonome Entscheidungsfreiräume hinsichtlich der qualitativen und quantitativen Aufbereitung, der Gliederung der Lehrplaninhalte und Festlegung von Unterrichtsdesigns.

Im Lavantinum heißt das 9. Schuljahr „fit for life“ und wird diesem Motto in allen Bereichen gerecht. In diesem so wichtigen letzten Pflichtschuljahr bekommen die SchülerInnen und Schüler quasi den Feinschliff, bevor der Diamant glänzen kann. Im 9. Jahr des Lavantinum gibt es viel zu tun, im wahrsten Sinn des Wortes. Mindestens ein Praxistag pro Woche, wo die „Großen“ des Lavantinum rausgehen und in den Kooperationsbetrieben bzw in der technischen Akademie mit Lehrlingsbeauftragten als Trainer einen Arbeitstag verbringen. Die Attraktivität ist die Praxis und das Tun, am besten mit Menschen, die das können und gerne machen. Deshalb ist das Lavantinum Kooperationspartner von erfolgreichen Unternehmen aus der Region, die daran interessiert sind, top ausgebildete junge Menschen aufzunehmen und für Ihr Unternehmen zu begeistern. An dieser Stelle muss gesagt werden, dass die Bereitschaft ausgewählter Firmen groß ist, an diesem Bildungskonzept Schule neu denken aktiv mitzumachen und auch die wertschätzende und freundliche Aufnahme ist erwähnenswert und dafür sind wir sehr dankbar. Schule und Wirtschaft gehen im Lavantinum Hand in Hand. Edle Fächer und Lebensateliers runden bei uns  das Abschlussjahr  ab. AbsolventInnen des Lavantinum sind in der Lage, die Entscheidung für ihren weiteren Ausbildungs- und Bildungsweg reflektiert und selbstverantwortlich treffen zu können. Gerüstet für die Lehre oder für weiterführende Schulen entlassen wir voll Zuversicht unsere jungen Damen und Herren in ein eigenständiges Leben.