Schulformen im Lavantinum

Die Volksschule hat im Lavantinum –  wie alle anderen österreichischen Schulen, denen gültige Lehrpläne zugrunde liegen – im Sinne des § 2 des Schulorganisationsgesetztes die Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach sittlichen, religiösen und sozialen Werten sowie nach den Werten des Wahren, Guten und Schönen durch einen ihrer Entwicklungsstufe und ihrem Bildungsweg entsprechenden Unterricht mitzuwirken. Die Volksschule hat die Jugend mit dem für das Leben und den künftigen Beruf erforderlichen Wissen und die Anwendung der elementaren Kulturtechniken auszustatten und zum selbstorganisierten Handeln zu erziehen.

Zusätzlich wird im Lavantinum der Unterrichtsalltag mit edlen Fächern und einzigartigen Lebensateliers altersübergreifend und fächerübergreifend bereichert und ergänzt. Die Grundhaltung unseres Teams den 6-10 jährigen Kindern gegenüber „So wie ich bin, bin ich voll in Ordnung“ spiegelt sich in der täglichen Unterrichtspraxis wieder. Die natürliche Lernfreude erhalten, Wurzeln festigen und Potenziale entfalten sind in diesem Bereich die Säulen guten Unterrichts. Wer glaubt, beim Lernen gehe es nur um Fakten, darf seine Blickrichtung verändern. Beziehungsfähigkeit und Begeisterung für Inhalte sind genau diese Funken, die das Feuer für gelingendes Lernen entfachen. Deshalb gibt es im Lavantinum auch Unterricht in Blöcken, da gehirngerechtes Lernen darauf abzielt, länger und intensiver bei einer Thematik zu bleiben. Gelernt wird immer dann, wenn  emotionale Zentren im Gehirn aktiviert werden. Dem wird das Lavantinum durch Ermutigung, Verknüpfung mit sinnvoller Lebenspraxis und wertschätzender Beziehung gerecht. Lernen darf Freude machen!

Bewegte Klasse – Bewegtes Lernen

„Bewegtes Lernen“ ist eine ergänzende Form zum traditionellen Lernen. In den Unterrichtsfächern bewegen sich die Kinder vielfältig und lösen dabei ihre Lernaufgaben. Das Kind lernt über Körper- und Bewegungserfahrung, Lerninhalte zu verstehen. Der Unterricht ist so gestaltet, dass die SchülerInnen die Lerninhalte durch Erleben, Denken und Handeln erfahren und Zusammenhänge besser erkennen können. Beim „Bewegten Lernen“ werden die Lernleistungen durch erhöhte Merk- und Konzentrationsfähigkeit verbessert, was auch wissenschaftlich belegt wird!

Schwerpunkte des „Bewegten Lernens“:

  • Lernen mit Bewegung und Lernen durch Bewegung
  • Lernen über alle Sinne mit Lust und Freude
  • Lernen mit dem ganzen Körper
  • Lernsituation durch ganzheitliches Handeln erfahren
  • Lerninhalte sinnbezogen und körpernah erleben

Schnittstellen werden zu Nahtstellen – Innovative Unterrichtsarbeit auf der 4. Schulstufe

Das pädagogische Konzept im letzten Volksschuljahr beruht im Lavantinum auf einer bestmöglichen Vorbereitung auf die Mittelschule. Im Vordergrund steht dabei, dass die Unterrichtsgegenstände auf der vierten Schulstufe von unterschiedlichen Lehrpersonen unterrichtet werden und zusätzlich auch noch Lehrkräfte aus der Mittelschule mit den Schüler:innen arbeiten. So gewöhnen sich die Lavantinis bereits an den Mittelschulunterricht und lernen nicht nur die Arbeitsweise der weiterführenden Schule, sondern auch ihre künftigen Lehrer:innen kennen. Weiters findet auch ein enger Austausch zwischen dem unterrichtenden Lehrerteam, das sowohl aus Volksschullehrer:innen als auch Mittelschullehrer:innen besteht, statt. In diesem speziellen Setting der vierten Volksschulklasse gehen wir im Lavantinum neue Wege und ermöglichen den Lavantinis einen sanften professionellen Übertritt in die Mittelschule. So werden Schnittstellen zu Nahtstellen, im Sinne von Schule neu denken!
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der jahrgangsübergreifenden Unterrichtsarbeit. Die Zusammenarbeit findet nicht nur zwischen Klassen innerhalb der Volksschule, sondern auch zwischen Volksschul- und einzelnen Mittelschulklassen des Lavantinums statt.

Ein Lernen miteinander und voneinander!

Der Bildungs- und Erziehungsprozess erfolgt in der Mittelschule des Lavantinum – wie in allen anderen österreichischen Schulen, denen gültige Lehrpläne zugrunde liegen – vor dem Hintergrund rascher gesellschaftlicher Veränderungen insbesondere in den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Technik, Umwelt und Recht. Der partizipative Prozess in einem gemeinsamen Europa, in einer global vernetzten Gesellschaft und Herausforderungen im Bereich digitaler Technologien und Lebenskompetenz. In diesem Zusammenhang kommt der Auseinandersetzung mit der regionalen, österreichischen und europäischen Identität unter dem Aspekt der Weltoffenheit besondere Bedeutung zu. Gegenseitige Achtung, Respekt und Anerkennung sind wichtige Erziehungsziele.  Die Entfaltung eines starken Demokratiebewusstseins mit eigener Meinung haben, andere Meinungen respektieren und zu seiner Meinung zu stehen erfordert kritische Urteilsbildung und Übernahme sozialer Verantwortung. Zur Entwicklung dieser Fähigkeiten sind in hohem Maße Selbstwirksamkeit sowie selbstbestimmtes und selbst organisiertes Lernen und gewissenhaftes Handeln zu fördern.

Bildung ist mehr als die Summe des Wissens in den einzelnen Gegenständen. Aus diesem Grund reagiert das Lavantinum mit einer Ergänzung und Bereicherung der bestehenden Mittelschul-Lehrpläne mit edlen Fächern und Lebensateliers. Fächerübergreifend und altersübergreifend. Gut gerüstet für die Pubertät und motiviert durch die richtigen Einstellungen lernen alle SchülerInnen durch eine lebenspraktische Kooperation mit Lavanttaler Betrieben verschiedenste Berufe kennen und entdecken im Idealfall bereits im Alter von 10 bis 14 Jahren Interessen und Stärken für einen Berufszweig. Wer glaubt, beim Lernen gehe es nur um Fakten, darf seine Blickrichtung verändern. Beziehungsfähigkeit und Begeisterung für Inhalte sind genau diese Funken, die das Feuer für gelingendes Lernen entfachen. Deshalb gibt es im Lavantinum auch Unterricht in Blöcken, da gehirngerechtes Lernen darauf abzielt, länger und intensiver bei einer Thematik zu bleiben. Dem wird das Lavantinum durch Ermutigung, Verknüpfung mit sinnvoller Lebenspraxis und wertschätzender Beziehung gerecht. Lernen darf Freude machen!